Supervision und Coaching – Jörn Petersen

Supervision und Coaching
Jörn Petersen

Meine Haltung in Supervision und Coaching

Jörn Petersen - supervision und coachingIn der Beratung ist es mir wichtig, Raum zu geben für neue Wege. Menschen sind Resonanzwesen, Weiterentwicklung gelingt im persönlichen Kontakt häufig am besten.

Hierbei ist die aktuelle Situation und individuelle Geschichte genauso bedeutsam wie Teamdynamik und institutionelle Bedingungen. Im Prozess setze ich auf Respekt und Wertschätzung.

Um gelingende Prozesse zu befördern, braucht es jedoch auch achtsame Konfrontation. Ich möchte die ganzheitlich Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Emotionen stärken.

Als Supervisor bin ich vom systemischen Ansatz überzeugt. Darin ist ein wichtiges Prinzip, vorhandene Ressourcen zu stärken und in den Blick zu nehmen.

Supervision

Supervision ist ein Beratungsangebot für Einzelpersonen und Gruppen, es dient der Reflexion der beruflichen Rollenausübung.

Durch den Rahmen, den ich ihnen biete, können sie aus unterschiedlichen Perspektiven, mit mehr Abstand und Übersicht ihre berufliche Praxis wahrnehmen. Im Ergebnis gewinnen sie Kompetenz und Handlungsfähigkeit, um der Komplexität ihrer beruflichen Aufgaben gewachsen zu sein.

Dynamik und Konflikte sind häufig Teil von Zusammenarbeit in Organisationen. Diese sichtbar werden zu lassen und gemeinsam herauszufinden, wie Rollen und Tätigkeiten geklärt wahrgenommen werden können, ist Ziel von Teamberatungsprozessen.

Fallsupervision

Ich biete Fallsupervision für pädagogische Berufsgruppen an.

Die Fallsupervision dient dazu, einzelne problematische Situationen bzw. Anliegen aus dem jeweiligen beruflichen Kontext des fallvorstellenden Supervisanden zu reflektieren.

Mit Hilfe der Supervisionsgruppe (dem Reflecting Team) werden neue Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

In jeder Fallsupervision steht für einen gewissen Zeitraum das Anliegen eines/r Falleinbringer*in (Supervisanden) im Mittelpunkt. Die anwesenden Teilnehmer*innen stellen in dieser Zeit ihre Wahrnehmung und ihre Ideen zur Verfügung für den/die Fallgeber*in.

So entsteht ein Pool von Wahrnehmungen und Lösungsideen. Der/die Fallgeber*in ist frei darin, sich die Ansätze, die nützlich und hilfreich erscheinen und seiner Lösung zuträglich sind, auszuwählen.

Der Freiraum, sich einzelne Fälle und Situationen in einer anderen Tiefe anzusehen, lässt ein neues Verständnis für die Falldynamiken und die eigenen Anteile entstehen. Diese intensive Arbeit enthält häufig auch wertvolle Impulse für die anderen Teammitglieder und ihre beruflichen settings.

Die Fallsupervision enthält häufig auch Elemente der Teamsupervision. In der pädagogischen Arbeit ist die Teamdynamik eng verknüpft mit der Arbeit mit den Klient*innen, und es lohnt sich, die Teamdynamiken mit in den Blick zu nehmen.

Coaching

Coaching ist ein Beratungsformat für Einzelpersonen zur Klärung beruflicher Rollen und Motivationen. Es dient dazu, insbesondere in Zeiten beruflicher Veränderung, Neuorientierung, verstärkter Anforderungen, einen Freiraum für sich entstehen zu lassen, in dem Dinge anders und neu betrachtet werden können.

Durch die angebotenen Methoden und den Raum in der Beratungssituation können eigene Themen, wie zum Beispiel versteckte innere Aufträge, verborgene Ressourcen und Motivationen angesprochen werden. Das System, in dem sich der Coachee (die zu beratende Person) bewegt, kann im Beratungssetting betrachtet und in seiner Komplexität wahrgenommen werden.

Die Arbeit im Coaching beinhaltet den Blick auf eigene Ressourcen, auf das, was an Fähigkeiten, Kraft und unterstützenden Faktoren verfügbar ist oder (wieder) sein kann. Mit einer inneren Klärung lassen sich tiefgreifende Veränderung leichter und zielgerichteter bewältigen. Die Arbeit konzentriert sich auf das Entwickeln von Lösungen, die für die Person erreichbar und passend sind.

Methoden

Die gewählte Methodik richtet sich aus an der Dynamik im Team oder Fall und den Bedürfnissen der Beteiligten.

Je nach Situation und Bereitschaft besteht die Möglichkeit, einzelne Situationen in einer Aufstellung zu betrachten.

In einer anderen Situation bietet es sich an, eigene Anteile oder die Dynamiken im Rollenspiel deutlich werden zu lassen.

Oft sind die reflektierenden Resonanzen der anderen Teammitglieder (das reflecting team) hilfreiche Ressourcen.

Sowohl im Team als auch in der Einzelberatung ist das Ziel, mehr Bewusstheit über verborgene Dynamiken, unbewusste Wünsche oder Hindernisse entstehen zu lassen. Durch diese Bewusstheit entsteht mehr innere Freiheit und damit steigende Entscheidungskompetenz und Handlungssicherheit. Das Verfahren setzt auf Lösungen, die im beratenden System selbst vorhanden sind und unterstützt deren Freilegung.

Zu meiner Person

Qualifikation

  • Supervisor Coach und Organisationsentwickler in Ausbildung  (systemisch-psychodynamischer Ansatz/Universität Oldenburg, seit 2018)
  • EX-IN Trainer (2015)
  • Diplom Sozialarbeiter (1998)
  • 1999 – 2015 kontinuierlich selbst in Supervision
  • seit 2015 Teilnahme an Coaching für Leitungskräfte
  • Weiterbildungen im Bereich ambulante psychiatrische Arbeit, Gesprächsführung, systemische Beratung
  • Teilnahme an drei Organisationsentwicklungsprozessen als Mitarbeiter der Initiative…e.V.

Berufliche Biografie

  • seit 2015 Leitung FOKUS, Leitung nationaler und internationaler Projekte, Bildungsarbeit im Bereich Psychiatrie
  • 2010 – 2015 Öffentlichkeitsarbeit, soziale Gruppenarbeit und partizipative Projekte mit Psychiatrie-Erfahrenen (IRRTURM), Schreibprojekte, Recoverygruppen
  • 1999 – 2010 Tätigkeit als Sozialarbeiter im Betreuten Wohnen für Menschen mit seelischen Gesundheitsproblemen (Sucht, Psychiatrie, Drogen), niedrigschwellige Beschäftigungsangebote, Gruppenarbeit
  • 1998/99 – Mitarbeit in einem Wohnangebot für behinderte Menschen Southlondon, GB
  • 1993 – 1997 Kontaktladenarbeit und Streetwork mit Drogenabhängigen

Veröffentlichungen

  • „Recovery und Empowerment Colleges in Deutschland – Ein neuer Schub für Bildungskonzepte in der Sozialpsychiatrie“, In Kerbe 4/2020, S.22–26
  • „Das Empowerment College: Recovery und Bildung“ zus. mit Monika Möhlenkamp, in „Recovery und psychische Gesundheit, Grundlagen und Praxisprojekte“, Hrsg.: G. Zuaboni, C. Burr, A. Winter, M. Schulz, Psychiatrie Verlag, 2019, (S.77–87) “
  • „Evaluation undProjektbericht über das Projekt: Sicherstellung einer gelingenden Implementierung des Genesungsbegleiteransatzes bei den psychiatrischen Organisationen, die (neu) mit Genesungsbegleiter*innen arbeiten“, zus. mit Dr. med. Luciana Degano Kieser, Projektbericht für die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, 6/2018, veröffentlicht auf der Seite des Gesundheitsressorts und unter https://fokus-fortbildung.de/aktuelles/
  • „Wissen ist der Schlüssel zu mehr Inklusion und Chancengleichheit“, zus. mit Ingrid Hollman, in Soziale Psychiatrie, 3/2018, S.31–33
  • „Von der Auflösung der Langzeitpsychiatrie zur NutzerInnenbeteiligung – 30 Jahre Betreutes Wohnen bei der Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V.“, in Sozialpsychiatrische Informationen, 3/2014,
  • „Unsere Geschichte von 1982–2013“, Chronik der Initiative zur sozialen Rehablitation e.V., im Eigenverlag, 10/2013, zus. mit Annette Baeßler, Sven Bechtolf, Heidi Mergner, Jörg Utschakowski, zu beziehen über Initiative…e.V.
  • „DER IRRTURM“, Interview im Forum Sozialarbeit, 4/2012 (S.28–29)
  • „Überdosis Mord“, Bremen Krimi, Schardt Verlag, Oldenburg, 2006

Kontakt

FOKUS
Jörn Petersen
Gröpelinger Heerstraße 246 A
28237 Bremen

joern.petersen@izsr.de
0421-3801950

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